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Mattin, 1977 in Bilbao geboren, ist ein Künstler, dessen Arbeit sich in Live-Auftritten, Aufnahmen und Texten mit den sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen der experimentellen Musikproduktion auseinandersetzt. Dabei untersucht er die Parameter der Improvisation, insbesondere den Begriff der Freiheit, um die Konventionen des Genres selbst auf die Probe zu stellen und Lärm zu erzeugen. Für Mattin bedeutet Improvisation nicht nur eine Interaktion zwischen Musikern und ihren Instrumenten, sondern umfasst auch alle anderen Elemente, die eine Konzertsituation ausmachen. Er tritt auf, um die Beziehungen zwischen dem aktiven Spieler und dem passiven Publikum zu provozieren und zu politisieren, wobei er die Grenzen dessen überschreitet, was als das Publikum selbst verstanden wird, und dessen Bedingungen aufbricht und neu konstruiert.
Melody Chua treibt die Entwicklung interdisziplinärer Werke aktiv voran, indem sie Musikperformance, interaktive Programmierung und immersive visuelle Medien in ihrer eigenen Praxis miteinander verbindet. Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf kreativen Anwendungen von Maschinenalgorithmen in der improvisierten Performance.
Melodys Arbeit dreht sich um die Gestaltung von Klängen und Bildern in interaktiven Formaten, und sie experimentiert begeistert mit verschiedenen technischen Instrumenten und Mensch-Computer-Interaktionen. Beispiele hierfür sind unter anderem die Entwicklung einer interaktiven Klang- und Bildinstallation für einen 360-Grad-Touchscreen im Rahmen einer Künstlerresidenz am ICST Immersive Lab, die Arbeit mit zwei Motion-Capture-Systemen zur Erzeugung reaktiver Klänge in Tanzperformances (ZHdK Immersive Arts Space, Mirror MirrOr) sowie die Nutzung elektronischer, druckempfindlicher Schuhe (Daniel Bisig, Sounding Feet) zur Schaffung neuer interaktiver Werke für Tänzer und Elektronik. Ihre jüngste Arbeit für druckempfindliche Schuhe, next step, wurde im Rahmen des Zürich Digital Festivals 2019 bei Refresh #2 uraufgeführt.